Donnerstag, 27. Februar 2014

Hilfe, mein Baby versteht mich nicht!

Zumindest glaube ich das manchmal. Denn nur in ungefähr 2 von 10 Fällen, in denen ich laut und deutlich seinen Namen rufe, dreht er sich auch tatsächlich um! Zufall oder weiß er wirklich noch nicht, wer gemeint ist? Ich bilde mir ein mal gelesen zu haben, dass Babys um den 5. Monat herum ihren Namen verstehen und auf dessen Rufen auch reagieren. Ja ich weiß, man soll sich nicht immer an solchen Stichtagen aufhängen aber so langsam könnte er doch mal...? Genauso ist es hier übrigens mit dem "Nein". Meistens gibt es zwei Möglichkeiten, wenn wir ihn mit einem lauten und bestimmten "Nein" daran hindern wollen, die Bodenvase umzuschmeißen. Entweder dreht er sich um und grinst sich einen ab oder er dreht sich um und schüttelt den Kopf. Seltsam oder? Am liebsten würde ich jedes mal loslachen, so süß ist das, aber man soll ja ernst bleiben. Erst beim dritten oder vierten Nein dreht er übrigens ab und sucht sich was anderes zum Blödsinn machen.

Aber nun ist es ja nicht nur so, dass er anscheinend nicht versteht, was ich von ihm möchte. Auch ich verstehe sein Verhalten manchmal absolut nicht. Weint er jetzt, weil er Hunger hat? Oder ist er schon wieder müde? Quängelt er vor Langeweile oder hängt ihm ein Pups quer? Oftmals bleibt uns Eltern ja nur das Ausschlussprinzip, um irgendwie darauf zu stoßen, was Baby jetzt eigentlich möchte. Sitzt das Kind dann vor einem mit frischer Windel, einem leckeren Milchgetränk, jeder Menge Spielzeug, aber immernoch unzufrieden, bleiben nicht mehr viele Optionen übrig. Natürlich lernt man sich im Laufe der Zeit besser kennen und versteht bestimmte Signale, doch noch heute geht es mir nicht selten so, dass ich vor einem Rätsel stehe. Meine Mutter meinte schon in der Schwangerschaft zu mir: "Ich wusste selbst nach einem Jahr noch nicht, was du von mir willst". Und auch meine Schwägerin meinte neulich über ihre 2,5 Jahre alter Tochter: "Endlich kann sie uns mitteilen, was sie möchte und weint nicht immer sofort los."

Da es ja bekanntlich noch keine Babyübersetzungsmaschine gibt und damit Theo und ich uns in Zukunft besser verstehen, beginnen wir am Montag einen Babyzeichensprachekurs. Wer sich jetzt fragt, was das ist, der möge gerne hier klicken und sich genauer informieren. Ich fasse es mal kurz (für die etwas fauleren Leser :D) zusammen: Die Babys lernen spielerisch! sich mittels bestimmter Gebärden auszudrücken. So gibt es zum Beispiel ein Zeichen für müde oder ein Zeichen für mehr. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Im Kurs werden die verschiedenen Zeichen eingeführt, Mama und Papa bauen diese dann immer wieder in den Alltag ein, bis die Babys sich dann irgendwann selbst aus der bunten Vielfalt der Gebärdensprache bedienen. So zumindest die Theorie. Ich bin gespannt, wie es dann in der Praxis aussieht und ob Theo sich überhaupt dafür interessiert, wenn Mama lustige Verrenkungen macht. 

Was haltet Ihr von dem Konzept? Habt Ihr vielleicht sogar solch einen Kurs gemacht und wollt mir davon berichten? Und seid Ihr an einem Update ich Sachen Babyzeichensprache interessiert?

Liebste Grüße

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