Dienstag, 1. April 2014

Wanderlust

Ich liebe es zu reisen. Seit eh und je begleitet mich die Sehnsucht nach der Ferne. Ich würde am liebsten in jeden Teil unserer Erde reisen, fremde Kulturen entdecken, neue Sprachen lernen und so lange wie möglich an den schönsten Orten der Welt verweilen. Vor der Schwangerschaft war das auch nie ein Problem. Ich habe mein ganzes Erspartes in Urlaube und Kurztrips gesteckt. Die Semesterferien boten sich dafür besonders an. Gemeinsam mit meinem Mann waren wir in Ägypten und haben uns die antiken Bauwerke entlang des Nils angeschaut. Einer der besten Urlaube bisher. Aber auch Städtereisen stehen bei mir hoch im Kurs. London hat mich verzaubert und Prag ist ebenfalls immer einen Ausflug wert. Mit Kind ist das natürlich alles anders. Ich will nicht sagen, dass man mit einem Kleinkind nicht verreisen kann, aber alles muss anders besser geplant werden. Große Hitze sollte vermieden werden genauso wie übermäßige Kälte. Kinder möchten nicht stundenlang durch die Gegend laufen und sich "langweilige" Sehenswürdigkeiten ansehen, also muss das Rahmenprogramm stimmen. Die hygenischen Gegebenheiten vor Ort sollten passen genauso wie eine gute ärztliche Versorgung ein absolutes Muss ist. Und nicht zuletzt ist das Verreisen mit Kind auch eine Kostenfrage. Dennoch möchte ich Theo so gerne meine Lieblingsplätze auf dieser Welt zeigen und mit ihm noch viel weiter reisen, als ich es bisher getan habe.

Im Moment ereilt mich eine besonders große Sehnsucht nach der Ferne. Wanderlust, wie man so schön sagt. Doch noch ist es zu früh, Theo ist einfach zu klein, um ihn stundenlang in ein Flugzeug zu pferchen. Also muss ich die Zeit irgendwie überbrücken. Und das geht am besten mit Erinnerungen. Erinnerungen in Form von Bildern. Denn bevor ich schwanger wurde, habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Ich habe mich ganz alleine auf den Weg nach Amerika gemacht, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, für ein komplettes Semester. Und dabei jeden noch so kleinen Moment mit der Kamera festgehalten. Und ich dachte mir, bevor ich jetzt alleine in Erinnerungen schwelge, nehme ich Euch einfach mit auf eine kleine Rundreise durch die USA! Viel Spaß!

Im Juni 2012 landete ich zunächst in New York City. Nach knapp 9 Stunden Flug war ich total platt und musste dann noch mit der Ubahn irgendwie in mein Hostel finden. Der Jetlag machte mir die ersten Tage arg zu schaffen, doch diese Stadt ist einfach so lebendig, dass gar keine Zeit zum Verschnaufen bleibt. Am meisten zog es mich zum Times Square, aber auch die Roof Tops ließen mir den Atem stocken. Besonders in der Dunkelheit.

New York Times Square
Blick vom Empire State Building (nachts) und Rockefeller Center;
Subway Station New York

Den Großteil meines Aufenthaltes in den USA verbrachte ich bei meiner lieben Gastfamilie in San Diego, Kalifornien. Erstaunlicherweise wird San Diego gar nicht oder nur sehr kurz von den Westcoast-Touristen angesteuert, dabei hat diese Stadt einiges zu bieten. Neben atemberaubenden Stränden und den Steilküsten in La Jolla, findet man vor allem Überreste der spanischen Besiedler gemixt mit einem modernen Downtown. Und obwohl ich die größten Touristenmagnete der USA bereist habe, blieb mein Herz immer in Sunny San Diego. 

Skyline San Diego
Küste in La Jolla; Sunset vom Balkon aus;
Balboa Park

Die nächste große Reise führte mich dann nach San Francisco. Ein ganz schöner Temperaturschock, wenn man monatelang in San Diego gelebt hat. Natürlich ist San Francisco wunderschön, der viktorianische Baustil ließ meine Kamera glühen doch es fiel noch etwas anderes stark ins Auge: Die Armut. Sie ist in der Hippie-Hochburg allgegenwärtig und hat mir bewusst gemacht, was für ein Glück wir eigentlich in Deutschland haben mit unserem Sozial-und Gesundheitssystem. Auch wenn wir oft meckern, so sollten wir doch dankbar sein. Besonders sehenswert in San Francisco natürlich die Golden Gate Bridge, aber auch Alcatraz und natürlich die Cable Cars.

Golden Gate Bridge
Cable Car; Blick von Alcatraz auf San Francisco
Architektur in San Francisco

Von San Francisco aus flog ich direkt nach Seattle, ganz nah an die kanadische Grenze. Tagsüber wirkt die Stadt ein wenig verschlafen, aber das Nachtleben..oh oh oh. Weniger sehenswert fand ich die berühmte Space Needle, umso beeindruckender dafür die wunderschöne Landschaft rund um Seattle. Die meiste Zeit verbrachte ich am Hafen, schlenderte über den Pike Place Market und schlürfte mein Heißgetränk im ältesten Starbucks der Welt. 

Blick vom Columbia Center
Pike Place Market; typische Architektur;
Blick auf die Water Front

Ein Reiseziel darf natürlich bei keinem USA Besuch fehlen: Las Vegas. Hier gehen nie die Lichter aus. Tagsüber bei sengender Hitze nur am Pool zu ertragen, erwacht Vegas nachts zum Leben und zeigt, was es zu bieten hat. Ich glaube den ersten Tag lief ich nur mit offenem Mund den Rodeo Drive entlang. Der Blick vom Stratosphere Tower ist mindestens genauso beeindruckend wie die Wassershow vorm Hotel Bellagio. 

Blick vom Stratosphere Tower
Bellagio Fountains; Blick aus meinem Hotel; Little Venice

Was für eine Bilderflut! Ich hoffe Ihr habt die kleine Rundreise genossen und ich konnte Euch ein wenig für Eure zukünftigen Reiseziele inspirieren! 

Was ist Euer liebstes Reiseziel? Seit Ihr eher die Abenteuer-Urlauber oder brutzelt Ihr lieber gemütlich am Strand? Was haltet Ihr vom Reisen mit Kindern?
Zeigt doch mal auf Eurem Blog ein paar Bilder Eurer bisher schönsten Reise, egal ob mit oder ohne Kind, und verlinkt es mir dann in den Kommentaren. Ich bin sehr gespannt!

Liebste Grüße!


PS: Alle Fotos befinden sich in meinem Besitz und ihre Nutzung erfordert meine Zustimmung!

Kommentare:

  1. so viel habe ich bis jetzt von der Welt noch nicht gesehen, aber am. schönsten war es in Neuseeland und da wollen wir auch wieder hin. als nächstes steht aber auch die USA auf dem Plan, mal sehen, ob das noch vor baby 2 realisierbar ist.
    grad machen wir Urlaub an der polnischen Ostsee.

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    1. Da habt ihr euch aber schönes Wetter ausgesucht!!:)

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  2. Wow, Amerika steht immer noch auf meiner Reiseliste, da war ich noch nie. Deine Fotos haben bei mir direkt Fernweh ausgelöst <3

    Vielleicht könnt ihr ja alternativ kleinere Reisen in Deutschland und dem näheren europäischen Ausland unternehmen? Klar ist es kein Vergleich zur großen weiten Welt, aber schöne Ecken gibt es auch hier und es ist auf jeden Fall besser als gar keine Reise ;)

    Liebe Grüße

    Nadja

    PS: Gibt's schon Neuigkeiten bezüglich eurer Betreuungsplanung?

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    1. Das werden wir auf jeden Fall machen!! Ich habe mit meinen Eltern früher fast ausschließlich Urlaub in Deutschland gemacht und war schon in so ziemlich jeder Ecke. Und wieso auch nicht, wir wohnen doch in einem sehr schönen und abwechslungsreichem Land:)

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  3. Ach ja, das Fernweh... Wir haben mit Bigfoot jetzt zwei Urlaube gemacht, Skiurlaub in Österreich und eine Woche Teneriffa. Aber vor Kind waren wir ständig unterwegs,,. Dänemark, Istanbul, Peru, Italien... Und vor Ehemann war ich alleine ganz viel unterwegs: USA, Kanada, Argentinien... Ich liebe das Reisen, aber für uns kommen die ersten Babyjahre keine Fernreisen in Frage, das machen wir, wenn das (oder die) Kind(er) größer sind und sich im Flieger mit Filmen etc die Zeit vertreiben können ;-)))

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