Donnerstag, 17. April 2014

Lebenszeichen


Ihr Lieben,

ich wollte Euch nur ein kurzes *piep* dalassen und ganz viele Grüße aus dem Chaos senden! Fleißige Blogleser wissen ja, dass wir umziehen und gerade sind wir mittendrin statt nur dabei. Heißt: Dienstag gab es den Schlüssel und jetzt befinden sich bereits 3/4 unseres Hausrates in der neuen Wohnung. Wir leben mehr oder weniger aus Kisten und Koffern und am Samstag kommt dann der "Möbelwagen" und holt die restlichen, sperrigen Möbel, die nicht in unseren Kombi gepasst haben. 

Umziehen mit Baby ist echt kein Spaß. Theo ist so neugierig, er will immer wissen was wir da machen und hat absolut kein Gefühl dafür, was gefährlich ist und was nicht. Und bei so einem Umzugschaos ist eigentlich nichts für kleine Babyhände geeignet. Daher hatten wir auch schon einen kleinen Unfall, ok Unfall ist übertrieben, aber Theo musste sich unbedingt an einem noch geöffnetem Karton hochziehen und verpasste sich dabei an der Kante eine leichte Schürfwunde. Direkt am Augenlid. Hätte also auch ins Auge gehen können. Die große Leiter, auf der Papa immer steht, ist auch mega interessant und muss beklettert werden. Also sieht es ungefähr so aus, dass der Herr Gurkenhals den ganzen Tag durch die Bude wuselt, Baby krabbelt hinterher und Mama rennt ebenfalls hinterher, um das Schlimmste zu verhindern. So langsam zerrt es an den Nerven und ich merke, dass ich dringend mal wieder babyfrei bräuchte.

Morgen geht es dann für mich und Theo in die Heimat. Wir bekommen Asyl bei meiner Mama und sind somit aus dem Schussfeld, wenn am Samstag die Möbeltruppe anrückt. So kann der kleine Theo auch nicht unter schweren Teile vergraben werden oder sonstigen Unsinn anstellen.

Ich hoffe Ihr verzeiht mir also, dass es im Moment keine Blogeinträge gibt. Selbst bei Instagram komme ich kaum zum Posten, die Gefahr den Kleinen auch nur für 30 Sekunden aus den Augen zu lassen ist einfach zu groß. Wann es hier genau weiter geht, weiß ich noch nicht, denn nächste Woche müssen wir dann erst einmal in der neuen Wohnung streichen, auspacken und alles herrichten. Und auch die alte Wohnung muss natürlich glänzen, bevor wir den Schlüssen an den Vermieter übergeben. Es ist also noch einiges zu tun, aber wenn der größte Stress vorbei ist, sehen wir uns hier wieder, in alter Frische! Versprochen!

Bis dahin!

Freitag, 11. April 2014

Outfit of the day: Raglanshirt die Erste

Hallöchen Ihr Lieben,

es tut mir wirklich leid, dass hier gerade so wenig los ist, aber Ihr wisst ja...der Umzug. Am Dienstag bekommen wir endlich den Schlüssel und dann geht es auch schon los. Das stresst mich natürlich sehr. Hinzu kommt, dass der kleine Mann momentan extrem schlecht schläft und einschläft. Meine Nerven sind daher etwas angespannt und wenn er dann doch mal schläft, stehen andere wichtige Dinge an. Ich hoffe Ihr nehmt mir das nicht übel! Nun aber zu dem Outfit, welches ich Euch unbedingt noch zeigen wollte.

Der Stoff dafür schlummert schon etwas länger in meiner Stoffkiste und was daraus werden soll, wusste ich auch von Anfang an. Aber wie das immer so ist mit mir und neuen Schnittmustern, musste ich mich erst dazu durchringen, endlich die Nadel glühen zu lassen. Ich weiß nicht, ob es noch jemanden so geht wie mir, aber wenn ich einen neuen Schnitt ausprobiere, dann ist da zunächst immer eine riesige Angst zu versagen und ich schiebe es ewig auf die lange Bank. So war es auch mit dem Raglanshirt mit Knopfleiste. Letztendlich siegte aber die Neugierde. 

Naja, ganz unberechtigt waren meine Ängste nicht, denn zeitweise raubte mir die Knopfleiste den letzten Nerv. Ich glaube ich musste noch nie so oft ein Teil wieder auftrennen. Mit dem Ergebnis bin ich dennoch ganz zufrieden, kleinere Fehler ließen sich zwar nicht mehr ausbessern aber daraus lernt man ja und das nächste Teil wird umso besser. Für die Knopfleiste habe ich wieder KamSnaps benutzt, ich liebe diese farbenfrohen Knöpfe einfach.

Hier also das komplette Outfit:



Oberteil: Raglanshirt nach Klimperklein, maritime Stoffe alle von Spicy Kids
rote Cordhose: Lupilu (gibts bei Lidl)
Mütze: H&M
Anti-Rutsch-Socken: Sterntaler

Ist der Stoff nicht mega süß? Und wie der Titel schon verrät, gibt es bereits eine zweite Variante des Shirts, die zeige ich Euch aber in einem anderen Post!

Dienstag, 8. April 2014

Frau Gurkenhals näht: Sommermützen

Auf meiner imaginären To-Do Liste gibt es ja so einige Nähprojekte, die ich unbedingt in die Tat umsetzen möchte. Leider fehlt mir dafür oft die Zeit, denn neue Schnittmuster wollen ja auch erstmal ausgeschnitten, zusammengeklebt und probegenäht werden. Doch als vor ein paar Wochen der Frühling seine Fühler ausstreckte und wir die ersten Sonnenstrahlen genossen, musste ich dieses Schnittmuster einfach aus der Kiste kramen. Denn das zarte Köpfchen vom Gurkenhals soll ja geschützt sein. 

Die ein oder andere Mütze habt Ihr bestimmt schon auf dem Blog entdeckt und hier zeige ich sie Euch noch einmal alle auf einen Blick. Für die erste Variante habe ich einen super süßen Flugzeugstoff von Kathi Kunterbunt verwendet:


Wie Ihr unschwer erkennen könnt, hat die Mütze vorne ein kleines Schirmchen und ist hinten im Nacken länger geschnitten, um diesen vor der Sonne zu schützen. Am Kopf gehalten wird sie durch ein eingenähtes Jerseyband und sitzt so bombenfest! Zuerst dachte ich, das Schirmchen könnte ein wenig größer sein, aber ich glaube, dann würde es Theo doch stören, denn sobald er "merkt" dass er eine Mütze trägt, wird sie vom Kopf gerissen. Über die Ohren geht die Mütze selbstverständlich auch, kann aber auch seitlich nach oben geklappt werden.

Übrigens sind alle Mützen aus Baumwolle genäht, die Stoffe sind jedoch recht unterschiedlich. Während der Flugzeugstoff super weich und dünn ist, ist die zweite Variante aus einem Stoff, der sich schon fast wie Leinen anfühlt. An dem niedlichen Ankermotiv von Riley Blake konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Das maritime Thema scheint ja dieses Jahr ganz groß zu sein und auch ich bin ihm ein wenig verfallen.


Die dritte und vorerst letzte Variante habe ich aus diesem bezaubernden Birnenstoff genäht. Die Farbkombination gefällt mir ausgesprochen gut und außerdem konnte ich für das Jerseybändchen einen Stoffrest verwerten. Der Baumwollstoff ist etwas dicker als die anderen zwei, aber dennoch glaube ich nicht, dass Theo unter ihm schwitzen wird. Ich hatte auch über eine Cordvariante nachgedacht, aber da bin ich mir wirklich unsicher, ob es dem Gurkenhals nicht zu warm am Köpfchen wird. 


Und jetzt verrate ich Euch natürlich noch das Schnittmuster. Und zwar handelt es sich um die Kinder-Schirmmütze Südblick von heiter&wolke! Man kann sie in drei verschiedenen Größen nähen, Theo trägt Größe S. Das Ebook ist wirklich super bebildert und lässt keine Fragen offen. Nur das Schirmchen ist ein bisschen tricky, finde ich. Bisher sind alle ein wenig schief geraten aber das macht doch den Charme der Mütze aus oder?;)

Und jetzt bin ich mal gespannt, welche Variante Euch am besten gefällt. Mein Favorit ist, wie könnte es anders sein, die Ankermütze.

Liebste Grüße!

Montag, 7. April 2014

41 Wochen Babyglück

Nach einem sehr arbeitsreichen Wochenende melde ich mich zurück! Irgendwie rast die Zeit gerade nur so, nächste Woche bekommen wir endlich den Schlüssel zu unserer neuen Wohnung und ich kann es um ehrlich zu sein kaum noch abwarten. Dieses Kistenchaos hier nervt einfach nur noch! Und ich muss höllisch aufpassen, dass Theo nicht irgendeinen Mist macht, denn klar, Kisten, Regalbretter und Co. sind natürlich super anziehend für kleine neugierige Babyhände...

41 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: 
- mit Mama kuscheln (er ist gerade sehr kuschelbedürftig)
- Mama und Papa beim Einpacken zuschauen und immer wieder dazwischen funken
- ESSEN! Wer hätte das gedacht...aber gerade isst Theo wie ein Großer und auch wirklich alles und in jeder Konsistenz
- auf dem Spielplatz im Sand buddeln
- den Kaninchen die Karotten klauen

Das mag ich gar nicht: 
- wenn Mama nicht schnell genug das Essen bringt
- morgens zeitig aufstehen bzw. geweckt zu werden

Das ist neu: 
- Theo übt jetzt das freie Stehen. Wenn er an einem Möbelstück steht, lässt er gerne mal los und steht in guten Momenten bestimmt an die 10 Sekunden. Wenn ich ihn selber hinstelle, steht er auch eine zeitlang frei und plumpst dann auf seinen Windelpo.
- Außerdem versucht er sich ohne Hilfe von mir oder den Möbeln hinzustellen. Er hockt dann und drückt sich mit seine Beinkraft in den Stand. Klappt aber noch nicht so gut.
- Zahn 3 und 4 sind durchgebrochen und das ganz ohne Probleme! Dafür fängt er jetzt an seine Schnuller zu zerbeißen...
- Theo winkt!! Gott, ist das niedlich. Ich dachte erst "Was macht er denn seltsames mit seinem Arm?" aber mittlerweile bin ich sicher, dass er winkt. Wenn ich ihm zuwinke, winkt er auch zurück. Hach.

Lieblingsessen:
Erdbeeren und natürlich immernoch Banane


41 Wochen Eltern sein:

Schreckmoment: Mal wieder ein Theo-typischer Unfall. Ich sehe mich jetzt schon in ein paar Jahren wöchentlich in der Notaufnahme sitzen. Diesmal hüpft der Gurkenhals im Laufstall auf und ab und knallt, übermütig wie er ist, mit dem Kinn auf den Rand. Ergebnis: kleiner Kuchenzahn rammt ins obere Zahnfleisch und Theo blutet aus dem Mund. Gott sei Dank nur kurz und die Laune war schnell wieder hergestellt.

Dafür fehlt die Zeit: Für schöne Ausflüge zu dritt. Die Wochenenden werden zum Packen genutzt.

Nächte/Schlaf: Wir hatten eine Rekordnacht. 13h am Stück ohne einmal Aufwachen. Die Nacht darauf war aber direkt wieder bescheiden. Keine Regelmäßigkeit erkennbar.

Darauf freuen wir uns: Auf die Wohnungsübergabe nächste Woche.

Das macht Mama glücklich: Mein neues Handy ist da und endlich kann ich wieder tolle Schnappschüsse von Theo machen!

Das macht Papa glücklich: Wenn der Umzug voran geht und so viel wie möglich am Wochenende verpackt wurde.

Donnerstag, 3. April 2014

Outfit of the day: Selfie Frau Gurkenhals

Da mich eine liebe Leserin nach diesem Post hier, um ein "Nachher"-Foto bat, will ich diesem Wunsch mal nachkommen. Obwohl ich mich selbst vor der Kamera gar nicht mag. Und es ist auch nur ein schnödes Spiegel-Selfie geworden, da ich kein Stativ besitze und auch niemand zum Fotografieren in der Nähe war (außer der Gurkenhals, der sich auch aufs Foto geschummelt hat). Naja und die Haare sitzen auch nicht so, wie sie könnten. Und wenn ich ehrlich bin, ist das Foto auch nicht von heute, also eher ein Outfit of the week. Denn heute ist Schlabberlook-Tag. Seid froh, dass Ihr mich nicht sehen könnt.

Aber genug entschuldigt, hier sind die Bilder:



Details:
Blazer: H&M
Tuch: MEXX
T-Shirt: EDC by Esprit
weißes Shirt: EDC by Esprit
Jeans: Esprit
Schuhe: No Name
Tasche: Made by me
Armband: Thomas Sabo

Und da mich eine weitere liebe Leserin nach dem aktuellen Stand in Sachen Betreuungsplatz gefragt hat, hänge ich hier gleich mal ein Update dran. Wir haben uns entschieden! Und zwar für den Kita-Platz. Und morgen ist tatsächlich schon die Vertragsunterschrift. Ich bin echt so gespannt und jetzt schon total aufgeregt, obwohl es ja noch eine ganze Weile hin ist. Aber mein kleiner Gurkenhals wird ein Kita-Kind!

Mittwoch, 2. April 2014

Wisst ihr noch? Da hat bei uns der Igel gewohnt.

Ich hatte eine tolle Kindheit. Ich weiß, dass nicht jeder so ein Glück hat, deswegen bin ich sehr dankbar dafür. Meine Eltern waren immer sehr liebevoll zu uns, wir hatten eine schöne Wohnung (und später auch ein Haus), fuhren drei Mal im Jahr in den Urlaub und nicht zu vergessen, mein großer Bruder, den ich bis heute vergöttere. 

Mein Bruder und ich lieben es, gemeinsam durch unsere alten Fotoalben zu blättern. Dabei erzählen wir uns dann Geschichten zu diesem oder jenem Foto und erinnern uns daran, wie wir uns des nächtens ewig lange Zungenbrecher-Duelle lieferten (ich verlor immer!) oder uns gegenseitig mit Kuscheltieren beschmissen. Nicht selten krabbelte ich zu meinem Bruder unter die Bettdecke, wenn ich mal wieder schlecht geträumt hatte und er mich beschützen sollte. Er holte mich aus dem Kindergarten ab, nahm mich mit zum Fußball, beschützte mich vor fiesen Freundinnen und erzählte mir Geschichten. Eine Geschichte davon verbindet uns bis heute, nämlich die Geschichte vom Igel. Es ist eine dieser Kindheitserinnerungen, die sich ganz tief eingebrannt haben, bei denen man zwangsläufig dieses nostalgische Lächeln aufsetzt und eventuell sogar ein Tränchen verdrückt. 

Das Buch "Der Igel" gehörte zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Wenn man meiner Mama glauben darf, holte ich es jeden Abend aus dem Regal und wollte es vorgelesen bekommen. Bis heute erinnere ich mich sehr genau an die Geschichte. Es ging um einen Igel, der bei einer Familie im Kaminofen überwinterte. Die Familie versorgte ihn mit Milch und bekam ihn kaum zu Gesicht. Sie hörte ihn aber rascheln. Und eines morgens im Frühjahr war der Igel verschwunden. Ich erinnerte mich daran, dass die Geschichte sich reimte und liebevoll illustriert war. Immer wieder in den letzten Jahren dachten wir an das Buch zurück und überlegten, wo es wohl geblieben ist. Wir vermuten, dass es beim Umzug verloren gegangen ist oder mit in den Kindergartenspenden landete. Letztes Jahr wurde ich Mama und seitdem wuchs meine Sehnsucht nach dem Buch ins Unermessliche. Ich begab mich auf die Suche, doch leider kannte ich weder den Autor, noch den Verlag. Ich fand hunderte Igelbücher im Netz, doch das Gesuchte war nicht dabei. Auf Flohmärkten stöberte ich in alten Bücherkisten, immer mit der Hoffnung, auf das Igelbuch zu treffen. Auch mein Bruder suchte fleißig im Netz, doch nichts.

Letzte Woche startete ich einen letzten verzweifelten Aufruf bei Facebook, mein letzter Strohhalm quasi. Und tatsächlich. Eine liebe Bekannte meldete sich bei mir und schickte mir diesen Link. Ich konnte es gar nicht fassen. Voller Begeisterung las ich die Geschichte und heulte erst einmal eine Runde. So lange hatte ich nach der Geschichte gesucht und endlich durfte ich sie wieder lesen. Ich gab die Autoren und den Buchtitel beim Online-Händler meines Vertrauens ein und tatsächlich: Es gab noch gebrauchte Exemplare zu kaufen. Unfassbar wenn man bedenkt, dass das Buch 1980 zum letzten Mal aufgelegt wurde (das Buch wurde glaube ich nur in der DDR verkauft). Ich zögerte also nicht lange und heute kam es endlich bei mir an. 

Der Igel:





Und jetzt versteht Ihr sicherlich auch die Überschrift. Es ist ein Zitat aus dem Buch, an welches ich mich bis heute gut erinnern konnte. Und jetzt wohnt der Igel auch endlich wieder bei uns, im Bücherregal. Manche mögen das vielleicht jetzt albern finden, aber für mich ist eine langjährige Suche nach einer ganz besonderen Kindheitserinnerung endlich zu Ende und ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit Theo die Geschichte zu lesen. Mein Bruder freute sich übrigens auch wie ein Schnitzel:)

Wie sieht das bei Euch aus? Habt Ihr auch eine Kindheitserinnerung, die Euch bis heute verfolgt? Welche Dinge aus Eurer Kindheit habt Ihr aufbewahrt? Meine Eltern haben leider fast alles entsorgt oder gespendet, es sind nur noch wenige Erinnerungsstücke übrig geblieben.

Und zum Schluss noch ein riesiges Dankeschön an die liebe Buchfindern, du weißt, dass du gemeint bist :*

Liebste Grüße!

Dienstag, 1. April 2014

Wanderlust

Ich liebe es zu reisen. Seit eh und je begleitet mich die Sehnsucht nach der Ferne. Ich würde am liebsten in jeden Teil unserer Erde reisen, fremde Kulturen entdecken, neue Sprachen lernen und so lange wie möglich an den schönsten Orten der Welt verweilen. Vor der Schwangerschaft war das auch nie ein Problem. Ich habe mein ganzes Erspartes in Urlaube und Kurztrips gesteckt. Die Semesterferien boten sich dafür besonders an. Gemeinsam mit meinem Mann waren wir in Ägypten und haben uns die antiken Bauwerke entlang des Nils angeschaut. Einer der besten Urlaube bisher. Aber auch Städtereisen stehen bei mir hoch im Kurs. London hat mich verzaubert und Prag ist ebenfalls immer einen Ausflug wert. Mit Kind ist das natürlich alles anders. Ich will nicht sagen, dass man mit einem Kleinkind nicht verreisen kann, aber alles muss anders besser geplant werden. Große Hitze sollte vermieden werden genauso wie übermäßige Kälte. Kinder möchten nicht stundenlang durch die Gegend laufen und sich "langweilige" Sehenswürdigkeiten ansehen, also muss das Rahmenprogramm stimmen. Die hygenischen Gegebenheiten vor Ort sollten passen genauso wie eine gute ärztliche Versorgung ein absolutes Muss ist. Und nicht zuletzt ist das Verreisen mit Kind auch eine Kostenfrage. Dennoch möchte ich Theo so gerne meine Lieblingsplätze auf dieser Welt zeigen und mit ihm noch viel weiter reisen, als ich es bisher getan habe.

Im Moment ereilt mich eine besonders große Sehnsucht nach der Ferne. Wanderlust, wie man so schön sagt. Doch noch ist es zu früh, Theo ist einfach zu klein, um ihn stundenlang in ein Flugzeug zu pferchen. Also muss ich die Zeit irgendwie überbrücken. Und das geht am besten mit Erinnerungen. Erinnerungen in Form von Bildern. Denn bevor ich schwanger wurde, habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Ich habe mich ganz alleine auf den Weg nach Amerika gemacht, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, für ein komplettes Semester. Und dabei jeden noch so kleinen Moment mit der Kamera festgehalten. Und ich dachte mir, bevor ich jetzt alleine in Erinnerungen schwelge, nehme ich Euch einfach mit auf eine kleine Rundreise durch die USA! Viel Spaß!

Im Juni 2012 landete ich zunächst in New York City. Nach knapp 9 Stunden Flug war ich total platt und musste dann noch mit der Ubahn irgendwie in mein Hostel finden. Der Jetlag machte mir die ersten Tage arg zu schaffen, doch diese Stadt ist einfach so lebendig, dass gar keine Zeit zum Verschnaufen bleibt. Am meisten zog es mich zum Times Square, aber auch die Roof Tops ließen mir den Atem stocken. Besonders in der Dunkelheit.

New York Times Square
Blick vom Empire State Building (nachts) und Rockefeller Center;
Subway Station New York

Den Großteil meines Aufenthaltes in den USA verbrachte ich bei meiner lieben Gastfamilie in San Diego, Kalifornien. Erstaunlicherweise wird San Diego gar nicht oder nur sehr kurz von den Westcoast-Touristen angesteuert, dabei hat diese Stadt einiges zu bieten. Neben atemberaubenden Stränden und den Steilküsten in La Jolla, findet man vor allem Überreste der spanischen Besiedler gemixt mit einem modernen Downtown. Und obwohl ich die größten Touristenmagnete der USA bereist habe, blieb mein Herz immer in Sunny San Diego. 

Skyline San Diego
Küste in La Jolla; Sunset vom Balkon aus;
Balboa Park

Die nächste große Reise führte mich dann nach San Francisco. Ein ganz schöner Temperaturschock, wenn man monatelang in San Diego gelebt hat. Natürlich ist San Francisco wunderschön, der viktorianische Baustil ließ meine Kamera glühen doch es fiel noch etwas anderes stark ins Auge: Die Armut. Sie ist in der Hippie-Hochburg allgegenwärtig und hat mir bewusst gemacht, was für ein Glück wir eigentlich in Deutschland haben mit unserem Sozial-und Gesundheitssystem. Auch wenn wir oft meckern, so sollten wir doch dankbar sein. Besonders sehenswert in San Francisco natürlich die Golden Gate Bridge, aber auch Alcatraz und natürlich die Cable Cars.

Golden Gate Bridge
Cable Car; Blick von Alcatraz auf San Francisco
Architektur in San Francisco

Von San Francisco aus flog ich direkt nach Seattle, ganz nah an die kanadische Grenze. Tagsüber wirkt die Stadt ein wenig verschlafen, aber das Nachtleben..oh oh oh. Weniger sehenswert fand ich die berühmte Space Needle, umso beeindruckender dafür die wunderschöne Landschaft rund um Seattle. Die meiste Zeit verbrachte ich am Hafen, schlenderte über den Pike Place Market und schlürfte mein Heißgetränk im ältesten Starbucks der Welt. 

Blick vom Columbia Center
Pike Place Market; typische Architektur;
Blick auf die Water Front

Ein Reiseziel darf natürlich bei keinem USA Besuch fehlen: Las Vegas. Hier gehen nie die Lichter aus. Tagsüber bei sengender Hitze nur am Pool zu ertragen, erwacht Vegas nachts zum Leben und zeigt, was es zu bieten hat. Ich glaube den ersten Tag lief ich nur mit offenem Mund den Rodeo Drive entlang. Der Blick vom Stratosphere Tower ist mindestens genauso beeindruckend wie die Wassershow vorm Hotel Bellagio. 

Blick vom Stratosphere Tower
Bellagio Fountains; Blick aus meinem Hotel; Little Venice

Was für eine Bilderflut! Ich hoffe Ihr habt die kleine Rundreise genossen und ich konnte Euch ein wenig für Eure zukünftigen Reiseziele inspirieren! 

Was ist Euer liebstes Reiseziel? Seit Ihr eher die Abenteuer-Urlauber oder brutzelt Ihr lieber gemütlich am Strand? Was haltet Ihr vom Reisen mit Kindern?
Zeigt doch mal auf Eurem Blog ein paar Bilder Eurer bisher schönsten Reise, egal ob mit oder ohne Kind, und verlinkt es mir dann in den Kommentaren. Ich bin sehr gespannt!

Liebste Grüße!


PS: Alle Fotos befinden sich in meinem Besitz und ihre Nutzung erfordert meine Zustimmung!