Mittwoch, 18. Juni 2014

Mein Nähstübchen

Zunächst mal eine schlechte Nachricht: Das letzte Wochenupdate vom Gurkenhals vor seinem ersten Geburtstag muss leider ausfallen. Ich schaffe es einfach nicht, die Fotos hochzuladen und zu bearbeiten. Theo schubt gerade ganz böse vor sich hin, hängt nur an mir dran, schläft kaum und meckert die meiste Zeit. Kurz, ich komme zu nichts. Außerdem stecke ich voll in den Geburtstagsvorbereitungen, die Bude muss auf Hochglanz gebracht werden und die letzten Geschenke trudeln mit der Post ein. Ich hoffe Ihr verzeiht mir!

Diesen Post hier habe ich aber schon vor einer Weile vorbereitet und somit könnt Ihr heute, quasi als Entschädigung, einen Blick in mein Nähzimmer werfen. Viel Spaß dabei!
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Als wir im Januar unsere neue Wohnung zum ersten Mal besichtigten, war die Raumverteilung schnell geklärt. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Küche, alles bestens. Doch da war noch dieses vierte kleine schnuckelige Zimmer, eingepfercht zwischen Wohn- und Kinderzimmer, und wir diskutierten die Möglichkeiten. Klar, irgendwann einmal soll hier das zweite Kinderzimmer entstehen. Doch bis dahin? Arbeitszimmer wäre eine Variante, doch so wirklich wurde das in der alten Wohnung auch nicht genutzt. Gästezimmer? Ach die können doch eigentlich auch ins Hotel gehen. Babygeschrei direkt nebenan ist eh nicht so einladend. Und dann sprach Herr Gurkenhals die magischen Worte: Wir könnten doch ein Nähzimmer für dich einrichten. BÄM! Meine Augen begannen zu leuchten und sofort schossen tausende Ideen in meinen Kopf. Wohin mit den schönen Stoffen? Wohin mit den ganzen Nähkram? Und Farbe muss natürlich an die Wand!

Letztendlich war das Nähzimmer der letzte Raum, der fertig gestellt wurde. Und ehrlicherweise muss ich auch zugeben, dass der Raum noch anderweitig genutzt wird. Zum Beispiel steht hier noch ein Bücherregal, unsere Kaninchen hausen hier ebenfalls und der Schreibtisch könnte natürlich auch anderweitig genutzt werden. Trotzdem fühle ich mich wirklich sehr wohl darin und vergesse beim Nähen manchmal komplett die Zeit. Aber schaut selbst!


Hier seht Ihr den Nähtisch, den ich Euch schon einmal bei meinen Lieblingsplätzen gezeigt habe. Er besteht aus 2 Ikea-Regalen und einer weißen Holzplatte, die ganz früher war mal zu einer Theke gehörte. Die Nähmaschine ist eine W6 N1615. Sie tut was sie kann, es gibt sicherlich bessere Modelle, aber für den Anfang reicht (e) sie mir vollkommen aus. In dem grünen Ordner bewahre ich meine Schnittmuster auf, auf dem Ipad sind die zugehörigen Anleitungen gespeichert. Wobei ich die meisten mittlerweile auswendig kann. Das Bild auf dem Schreibtisch ist übrigens eine Karikatur, die ein Künstler von mir in New York gemalt hat.


Hier seht ihr das Wandtattoo über dem Nähtisch noch einmal in groß. Ich muss sagen, ich liebe es, aber ich werde an dieser Stelle nicht den Shop verlinken, da ich ihn wirklich nicht weiter empfehlen kann. Insgesamt musste ich auf das Tattoo 2 Monate warten und dann kam es auch noch in der falschen Farbe! Aber jetzt ist es an der Wand und passt perfekt in den Raum.


In den kleinen Kästchen bewahre ich meine Garne und Spulen auf sowie die bunten Kam Snaps. Das Kästchen habe ich ebenfalls bei Ikea entdeckt, gibt es auch in unterschiedlichen Größen und Aufteilungen. Wirklich super praktisch!


Stoffschere, Trick Marker und Co. finden Ihren Platz in einem stinknormalen Stiftebecher. Für den restlichen Nähkram habe ich mir noch eine kleine Kiste bei Ikea mitgenommen. Darin befinden sich dann mein Maßband, Klebestift für die Schnittmuster, leere Spulen und Nahtauftrenner. 


Unter dem Tisch fliegen dann die Stoffreste direkt in den Müll. Ich finde, das sieht immer so schön bunt aus. Und das Söhnchen scheint den Eimer auch zu lieben, räumt er ihn doch mit Vorliebe immer wieder aus.


Am meisten Stolz bin ich aber auf die Stoffaufbewahrung. Ich wollte keine Schubladen, in denen die schönen bunten Stoffe versteckt sind, sondern sie sollten immer sichtbar sein und zu neuen Projekten inspirieren. Herr Gurkenhals schwang also den Pinsel und malte mir zwei Kästchen an die Wand, Regal angeschraubt, fertig.


Sortiert sind die Stoffe auch, nach Jersey, Baumwolle, Bündchen und andere Stoffe, wie Cord oder Fleece. Die Knöpfe sind passend zu denen über dem Nähtisch.

Der Vollständigkeit halber seht Ihr auch mal die Behausung meiner zwei Fellnasen, Fee und Marshmallow!


Den Stall hat der Herr des Hauses ebenfalls selbst gebaut und somit haben die beiden schön viel Platz zum Toben.

So, das war also mein kleines aber feines Nähzimmer! Liebe Nähtanten: Habt Ihr auch ein eigenes Nähzimmer oder "nur" eine kleine Nähecke in der Wohnung? Zeigt doch mal Bilder!

1 Kommentar:

  1. Hallo, vielleicht magst du auch mitmachen ;-) https://m.facebook.com/groups/501427516624231?ref=m_notif&notif_t=group_comment_reply Da kannst du auch deine Stoffreste loswerden ;-) Fragen an mich :-) lg Anja Ali

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