Freitag, 5. Dezember 2014

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh!

Kinderfüße- und Schuhe sind ja auch mal wieder ein Thema für sich. Im Prinzip beschäftigt man sich das ganze erste Lebensjahr mit dem möglichen Schuhwerk für den Nachwuchs und wenn es dann so weit ist und das erste Paar Schuhe einziehen soll, ist man trotzdem total überfordert. Hinzu kommt, dass in unserer Stadt die Auswahl an guten Schuhläden sehr begrenzt ist, in den meisten ist Beratung ein Fremdwort und man geht nicht schlauer hinaus, als man hinein gekommen ist. Umso glücklicher war ich, als ein Arbeitskollege meines Mannes uns ein Fachbuch zum Thema vorbei brachte und wir ausgiebig darin schmökern konnten.



"Kinderfüße-Kinderschuhe" von Wieland Kinz kann ich allen Eltern von Laufanfänger uneingeschränkt empfehlen. Es wird wunderbar erklärt, welchen Einfluss Schuhe auf eine gesunde Fußentwicklung haben, wie wichtig die Wahl der richtigen Schuhgröße ist und wie man generell gesunde Kinderfüße unterstützen kann (viiiiel barfuß laufen!!). Jedenfalls waren wir nach dieser Lektüre um einiges schlauer und entschieden uns zum Wohle unseres Kindes, in ein gutes Paar Lauflernschuhe zu investieren. Welches das genau war, könnt ihr hier nachlesen.

Das war Anfang August. In der Zwischenzeit sind noch weitere Paar Schuhe bei uns eingezogen und ich dachte mir, ich nehme euch einfach mal mit auf eine Reise durch das unübersichtliche und vor allem teure Land der Kinderschuhe!

Wenn man vom durchschnittlichen Fußwachstum eines 1-2 Jährigen Kleinkindes ausgeht, passen Schuhe im Schnitt drei bis max. vier Monate. Und genau so war es auch bei uns. Bis Oktober konnte Theo seine Schuhe tragen, dann war Sense. Nun feierten wir ja im Oktober diesen Jahres bekanntlich einen verspäteten Hochsommer und für dick gefütterte Winterschuhe war es einfach zu früh. Im November rechneten wir aber mit dem ersten Schnee...also was tun? Übergangsschuhe mussten her. Nach Adam Riese konnte ich mir nun ausrechnen, dass Theo diese nur maximal zwei Monate tragen würde, denn im Frühjahr bräuchten wir bereits eine neue Größe. Für 2-Monats-Schuhe wollte ich ungern Unsummen an Geld ausgeben aber zu Kompromissen war ich ebenfalls nicht bereit.

Ich suchte mir im Netz die Finger wund nach guten aber bezahlbaren Schuhen und landete schließlich durch Zufall beim Bummeln in einer Reno-Filiale. Ich muss zugeben, ich habe noch nie bei Reno Schuhe gekauft. Kannte demzufolge auch deren Sortiment an Kinderschuhen nicht. Und um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen auch gering. Eine freundliche Verkäuferin empfing uns und drückte mir zuerst eine sehr informative Broschüre zum Thema Kinderfüße in die Hand. Ein ganz großer Pluspunkt für mich, beim großen D hatte ich solch eine Information beispielsweise noch nie gesehen.



Wir sprachen ein wenig darüber, was mir bei Schuhen für meinen Sohn besonders wichtig ist. Dazu gehören:


  • natürlich die richtige Passform / Größe
  • eine weiche und flexible Sohle
  • möglichst echtes Leder und kein Textil (Garant für Schweißfüße)
  • möglichst zum Schnüren, da die Schuhe sich so besser an den Kinderfuß anpassen (leider dürfen die Kinder in unserer Kita nur Schuhe mit Klettverschluss tragen, aber dazu später)
  • der Jahreszeit angepasst, als in unserem Fall mit einer leichten Fütterung
  • Sohle mit Profil (besonders im Winter)
  • und natürlich sollte der Gurkenhals gut darin laufen können.
Die Dame vermaß also seine Füße und stellte, Überraschung!, fest, dass seine jetzigen Schuhe zu klein sind. Bis dato trug Theo Größe 20, jetzt musste also eine 21 her. Bei den Schuhpreisen ist Frau ja immer dazu geneigt, direkt zwei Größen größer zu kaufen, aber bei der Anprobe zeigte sich schnell, dass dies einfach keinen Sinn ergibt und die Schuhe wirklich optimal passen sollten. Geworden ist es letztendlich dieses leicht gefütterte Paar Schuhe von Woodstone:


Die Schuhe lassen sich gut zerknautschen, halten die Füße warm ohne gleich dick gefüttert zu sein und Theo läuft darin wunderbar. Leider keine Schnürer, da diese ja bei uns in der Kita nicht gerne gesehen werden.

Auch für das nasskalte Herbstwetter mussten wir uns noch rüsten, dafür wünschte man sich in der Kita Gummistiefel. Mit diesem Schuhwerk tat ich mich aber besonders schwer, denn natürlich lassen sich Gummistiefel in keinster Weise mit guten Lauflernschuhe vergleichen. Und wie oft sah ich andere Kinder in viel zu großen und unflexiblen Gummistiefeln durch die Gegend stolpern. Das Modell für 9,95 Euro aus dem Discounter kam also keineswegs in Frage. Ich recherchierte also wieder im Netz und befragte andere Muttis und fand diese tollen Gummistiefel bei Jako-O. Schon die Beschreibung begeisterte mich total, denn die Gummistiefel sind mit Woll-Plüsch gefüttert, was gerade im kalten Sandkasten ein riesen Pluspunkt ist, sie haben einen extra kurzen Schaft für kurze Kinderbeine, einen besonders hohen Anteil an Naturkautschuk (flexibel) und lassen sich durch einen Gummizug luftdicht verschließen. Und wir wurden wirklich nicht enttäuscht. Die Schuhe hielten Theos Füße immer schön warm und er lief darin wunderbar. So bekamen wir sie dann vergangene Woche wieder mit nach Hause, nach dem die Gummistiefel-Saison gelaufen war:

Sandkastenerprobt!

Da dieses Paar Gummistiefel immer in der Kita blieb, besorgte ich noch ein Paar für zu Hause, denn am Wochenende regnet es bekanntlich ja auch mal gerne. Hier entschied ich mich für ein Modell von Aigle (Baby Flac) ohne Fütterung, aber wieder mit niedrigem Schaft und aus sehr flexiblem Material:


Ich gebe zu, hier spielte auch der optische Faktor eine kleine Rolle, denn ich liebe einfach diesen klassischen Gummistiefel. Auch darin konnte Theo wunderbar durch die Pfützen toben und ich wette, auch die kleine Schwester findet noch Gefallen an diesen Stiefeln.

Jetzt haben wir ja bekanntlich schon Dezember und bei uns schneite es Anfang der Woche das erste Mal. Und wieder ging Mutti auf Schuhsuche. Merkt ihr was? Alle drei Monate neue Schuhe finden ist echt eine mühsame Angelegenheit. Dieses Mal kam mir eine Aktion von Limango gerade recht, denn dort waren Winterstiefel von Ricosta im Angebot. Da musste ich natürlich zuschlagen. Die Marke Ricosta dürfte ja allen erfahrenen Mamis bekannt sein und steht vor allem für Qualität und eine gute Passform. Entschieden habe ich mich letztendlich für zwei Modelle, eins mit Schnürung und ein Paar mit Klett, für die Kita. Da gefütterte Schuhe laut Empfehlung eine Nummer größer gekauft werden sollten, sind wir jetzt schon bei Größe 22 angelangt. 
Modell 1:

Ricosta Pepino Boots "Dalu"

Modell 2:

Ricosta Pepino Boots "Franz"

Beide Paare sind aus Leder, beide haben eine profilierte und sehr weiche Sohle, beide sind mit Lammwolle gefüttert und beide Paare sind aus Sympatex, also absolut wasserdicht. Ich bin wirklich begeistert, sowohl von der Verarbeitung als auch von der Optik der Schuhe. Theo ist bereits beide Probe gelaufen und ich glaube ihm gefielen seine neuen Schuhe.

Wenn ich jetzt einmal drei Monate weiter denke und davon ausgehe, dass Ende Februar die Größe 22 an ihre Grenze stößt...dann haben wir ja immer noch Winter. Und auch im März schneit es ja ganz gerne mal. Aber für so einen kurzen Zeitraum noch ein Paar Winterschuhe anzuschaffen, ist natürlich totaler Blödsinn. So ganz habe ich für dieses Problem noch keine Lösung und kann eigentlich nur hoffen, dass die kleinen Stinkefüße vom Gurkenhals mal einen Wachstumsstopp einlegen, so dass er pünktlich zum Frühling ein Paar neue Übergangsschuhe bekommen kann.

Wie läuft das bei euch? Braucht ihr auch im Schnitt alle drei Monate neue Schuhe und was macht ihr, wenn wenn wie bei uns die entsprechende Jahreszeit noch nicht vorbei ist? Das Problem hatten wir ja schon im Herbst. Und was ist euch bei Kinderschuhen besonders wichtig? Wie viel gebt ihr im Schnitt aus? Ich habe es mal durchgerechnet und alleine für die hier gezeigten Schuhe (plus seine ersten Lauflernschuhe) haben wir knappe 260 Euro ausgegeben. Und da sind noch nicht die Kita-Hausschuhe dabei, die mittlerweile auch zu klein sind...

Und liebe Leser...vergesst mein Gewinnspiel nicht!! Bisher haben noch nicht so viele mitgemacht, so dass ich einfach mal um eine Woche verlänger:) Also HIER entlang bitte und schnell noch ein Los in den Lostopf werfen!

Kommentare:

  1. Mir ist bei Kinderschuhen auch Flexibilität wichtig und auch, dass sie atmungsaktiv sind.
    Ich hatte bis jetzt ziemliches Glück mit der Finanzierung von Schuhen, am Ende des Sommers trug der Babysohn einfach Lederschlappen, die ich wegen Süßheit noch vor seiner Geburt gekauft hatte.
    Dann bekam er neue Halbschuhe von Elefanten aus Leder, ein Schnäppchen aus dem Seconhandladen (da bringen manche auch ungetragenes hin) für 6 Euro.
    Tja und mit Winterschuhen hatten wir total Glück, eine Freundin hatte von ihrem Sohn vom letzten Jahr noch welche auch Reno, die ihr Kind 6 Wochen anhatte und der Babysohn jetzt tragen darf.
    Nur sind die leider bald zu klein...

    AntwortenLöschen