Dienstag, 13. Januar 2015

Anschaffungen fürs zweite Kind, oder auch: Alles neu macht der Mai...ääh März

Man sollte ja meinen, wer ein Kind gesund und munter durchs erste Lebensjahr gebracht hat, der hat bereits alles an lebensnotwendiger Babyausstattung daheim. Dem ist ja auch so. Aber irgendwie auch wieder nicht. Denn das erste Jahr hat uns nicht nur jede Menge Kackwindeln  (und viel Freude) beschert, sondern uns vor allem reicher an Erfahrungen gemacht. Haben wir beim ersten Kind noch sämtliche Erstausstattungslisten im Internet gewälzt und auf die Tipps der Familie vertraut, wissen wir heute ganz genau, was wir brauchen, was wir nicht brauchen und was uns das Leben erleichtert. Also zogen hier in den letzten Monaten viele Teile, die bei Produkttester Theo eindeutig durchgefallen sind, aus, und neue Sachen, die man sich jetzt eben mal gönnt, ein. Weil man es eben kann. Denn warum das Leben unnötig schwer machen, wenn es doch so einfach sein kann. Und damit ihr auch etwas von unserer geballten Erfahrung habt, zeige ich heute mal meine Shoppingausbeute und verrate euch, warum ich mich für oder gegen ein bestimmtes Produkt entschieden habe.





1. Klamotten fürs Baby 

Nun ja. Darüber lässt sich sicherlich streiten. Natürlich haben wir von Theo mehr als genug Klamotten. Aber da bin ich eigen. Wir bekommen jetzt ein Mädchen und ich möchte, dass man das auch sieht. Das heißt nicht automatisch, dass die kleine Maus nur pink und rosa tragen wird. Aber auch nicht babyblau. Basta. Und Theo hat viele Sachen in blau. Oder Oberteile mit typischen Jungsmotiven wie Autos und Bagger. Ja ja, verdreht ihr ruhig die Augen. Ich bin eben Mädchen durch und durch und das soll meine Tochter auch sein. Also haben der Herr Gurkenhals und ich einen Deal geschlossen. Ich sortiere aus. Die neutralen Sachen bleiben hier, die weniger neutralen und super erhaltenen Sachen werden verkauft und aus dem Erlös gibt es Neues für die Püppi. Ein guter Deal oder? Einen Teil der Klamotten habe ich euch ja hier schon gezeigt. Dank Theo wissen wir auch ziemlich genau, wie viele Teile in welcher Größe wir kaufen müssen, wir wissen dass Wickelbodys mega praktisch sind und richtige Knöpfe an Oberteilen eher so semi-optimal. 

2. Spucktücher 

Wer schreibt eigentlich diese Ausstattungslisten, die im Internet kursieren? Sind das wirklich erfahrene Eltern? 4-5 Spucktücher sind ausreichend, steht da. Ok, also entweder spucken und sabbern der ihre Kinder nicht oder sie waschen einfach 3 Mal täglich. Wir kamen jedenfalls damit nicht hin und mussten im Laufe der Zeit immer mehr Mullwindeln nachkaufen. Außerdem habe ich während Theos ersten Lebensjahres entdeckt, dass Spucktücher ja auch durchaus hübsch sein können. Wer hätte das gedacht? Also zogen für die Maus noch ein paar süße Exemplare ein, denn wenn schon vollgekotzt werden, dann wenigstens mit Stil oder?

3. Pucksack 

Pucken ist ja so eine Sache, für die Eltern oft kritisch beäugt werden. Besonders von Kinderlosen. Wir kannten das vorher auch nicht und waren daher zunächst auch viel zu zaghaft. Auch die Handtuch-Methode war etwas ungünstig und so befreite sich die kleine Raupe immer nach kurzer Zeit. Erst mit 6 Monaten kam ich auf die Idee, mal einen Pucksack anzuschaffen. Und der ist wirklich sein Geld wert. Theo hat es geliebt gepuckt zu schlafen und schlief volle 10 Monate so. Also gab es für die Maus den Pucksack von Swaddle Me jetzt direkt, nur eine Nummer kleiner.

4. Stillkissen 

Ein Stillkissen braucht Frau unbedingt schon in der Schwangerschaft. Damals zog ich, so meine ich, erst im 7. Monat los und kaufte im Supermarkt um die Ecke ein Kissen für 10 Euro. Als Seitenschläferkissen war es super geeignet, aber zum Stillen konnte ich es gar nicht nutzen. Es blieb nicht in Form und verrutschte ständig. Da ich ja nun auch nicht sehr lange stillte, ging das Kissen schnell in Theos persönlichen Besitz über und bis heute dient es als eine Art Nestchen und schläft mit in seinem Bett. Den Stillmond von Theraline probierte ich übrigens auch aus, kam damit aber gar nicht zurecht. Den nutze ich heute als Kopferhöhung gegen nächtliches Sodbrennen. Das neue Stillkissen zog hier dann schon im September ein und dieses mal entschied ich mich für eins mit Microperlenfüllung. Praxiserfahrung kann ich noch nicht mit euch teilen, aber es fühlt sich sehr stabil an. Außerdem ist ein absoluter Hingucker. Hoffen wir mal, dass es auch zum Einsatz kommt.


(Bildquellen siehe Link in der Beschreibung)

5. Babyschale/Autositz 

Ok, spätestens hier sollte man meinen: Das werden sie ja wohl aufgehoben haben. Haben wir, ABER auch damit war ich super unzufrieden. Wir hatten damals das Glück, ein Set aus Autoschale und Kinderwagen für einen großen Spielzeughändler kostenlos testen und behalten zu dürfen. Der Kinderwagen war ganz ok (siehe nächster Punkt) aber die Babyschale...nun ja. Punkt 1: Viel zu schwer. Von Anfang an schleppte ich mir mit diesem Teil einen ab, obwohl der Sitz "nur" 1kg mehr wog als die Konkurrenz. Aber den einen Kilo merkt man im Arm. Punkt 2: Die Schale ist zu schmal. Schon mit 7 Monaten fühlte sich Theo darin gar nicht mehr wohl (musste er aber), da der Sitz extrem schmal geschnitten ist. Das mag was für ganz zarte Babys sein, aber nicht für meinen Gurkenhals. Punkt 3: Kein Isofix. Und hier sind wir wieder bei Thema "man kann es sich auch schwer machen". Bei Theo war ich der festen Überzeugung, ich brauche kein Isofix. Das Anschnallen geht doch schnell und überhaupt, so ein Luxusmist. Jetzt weiß ich: Ich brauche Isofix. Kein Bock mehr auf Gurtwirrwarr und Rückenschmerzen beim Anschnallversuch. Außerdem stelle ich es mir unheimlich praktisch vor, den Sitz einfach aufklicken zu können, denn Theo muss ich danach schließlich auch noch in seinen Sitz schnallen. Also wurde der alte Sitz in liebevolle Hände gegeben und für die Bauchmaus steht nun ein Maxi Cosi Pebble mit Family Fix Base bereit.

6. Kinderwagen und Buggyboard 

Hier kann ich mich zur Abwechslung mal kurz fassen. Den haben wir wie gesagt auch umsonst bekommen. Es ist kein Hartan oder Teutonia und definitiv auch nicht mit diesen Modellen zu vergleichen, aber er fährt. Und das ist doch die Hauptsache. Also darf er bleiben. Denn ganz ehrlich, schon bei Theo war der Kinderwagen nur der bessere Einkaufswagen. Mein Sohn war ein Tragling durch und durch und auch seine Schwester wird in diesen Genuss kommen. Und obwohl der Gurkenhals wirklich viel und gerne läuft, werden wir uns noch eines dieser Boards anschaffen, falls er mal eine Pause braucht und wir doch mit Kinderwagen unterwegs sind. Allerdings habe ich mich noch nicht für ein Modell entschieden, also sind Tipps willkommen;)

7. Tragetücher 

Oh du schöne Tragezeit. Ja, ich habe es geliebt. Es ist einfach so praktisch, das Baby schläft in der Regel sofort ein und fühlt sich einfach viel wohler. Bei Theo hatten wir eine Tragehilfe von Storchenwiege. Die war gut, keine Frage. Aber unflexibel, sprich nur eine mögliche Trageweise. Dieses mal möchte ich ausschließlich auf das Tragetuch zurück greifen. Dafür sind bereits 3 Modelle hier eingezogen, ein Hoppediz LA, ein Pollora Passion Polka und ein Ring Sling von Kokadi (Hearts). Ich bin schon so gespannt, wie sie sich in der Praxis bewähren. Ausschließen, dass noch das ein oder andere Tuch einziehen wird, kann ich natürlich auch nicht, denn es gibt einfach zu viele schöne!

8. Beistellbett 

Sowas steht ja irgendwie auch auf keiner der tollen Austattungslisten im Netz oder? Stattdessen liest man dort immer nur "Kinderzimmer". Wozu braucht so ein kleines Murkelchen denn sein eigenes Zimmer? Naja, für Theo kauften wir damals ein normales Gitterbett und stellten dieses neben unser Bett. Darin schlief er die ersten Monate....nie. Von Anfang an wollte er ganz nah bei uns sein und schlief deswegen in der Mitte. Wir genossen dass auch sehr, bis er irgendwann so eine Unruhe entwickelte, dass niemand mehr wirklich schlafen konnte und er somit mit 10 Monaten in sein Bett und schließlich auch in sein (jetzt erst gestaltetes) Zimmer zog. Dort schläft er seitdem auch super. Die Erbse darf natürlich auch ganz nah bei uns sein aber da Theo doch gerne mal die eine oder andere Nacht bei uns schlafen möchte (krank, Zähne...ihr kennt das sicher), entschieden wir uns diesmal für ein Beistellbett, damit wir auch alle vier Platz haben. Gekauft haben wir es gebraucht und auch schon aufgebaut. Total komisches Gefühl nachts neben dem leeren Babybay zu liegen, aber lange ist es ja nicht mehr:)


(Bildquellen siehe Link in der Beschreibung)

9. Tripp Trapp mit Newborn Set

Babys haben ja diese tolle Eigenschaft, immer dann aus dem eigentlich sicheren Tiefschlaf zu erwachen, wenn das Essen fertig auf dem Tisch steht. Davon berichten mir sämtliche Eltern. Theo war da nicht anders. Also aßen wir fast immer getrennt, einer schuckelte und hielt das Baby, einer schlang schnell seine Mahlzeit hinunter. Schön ist anders. Manchmal behalfen wir uns mit der Babyschale, aber dann konnte Theo ja nicht sehen was auf dem Tisch passierte und machte Theater. Letztes Jahr stieß ich dann beim Durchstöbern diverser Blogs auf das Newborn Set von Stokke und fand es grandios. Der Hacken: Es passt nur auf den Tripp Trapp. Also musste der alte Hochstuhl weg (der eh viel zu viel Platz wegnahm) und ein Tripp Trapp plus Newborn Set zogen ein. Beides ebenfalls gebraucht gekauft. Denn so toll wie ich das Konzept finde, nie im Leben würde ich diese Summe für einen Hochstuhl ausgeben. Auch wenn er ein Leben lang hält und noch so toll ist, nein, das geht einfach nicht. Aber der gebrauchte tut es ebenso.

10. Babyfon 

Juhu, endlich mal eine logische Anschaffung. 2 Kinder, 2 Babyfone, richtig? Dieses mal wollte ich aber unbedingt eines mit Kamera und ich erkläre euch auch warum. Eigentlich bin ich nicht der Fan von totaler Überwachung. Aber Babys machen viele komische Geräusche und ich habe mich so oft dabei erwischt, wie ich zu Theo gestürzt bin, weil ich dachte, er hat sich verschluckt oder klettert gerade aus dem Bett oder oder. Und jedes mal schlief er selig oder es war einfach nichts. Einmal hingegen hörte ich zwar Geräusche aus dem Babyfon, tat es aber ab als Schlafgeräusche und just in diesem Moment kullerte der Herr aus dem Familienbett, schön auf den Laminatboden. Erst das Gebrüll durchs Babyfon machte uns darauf aufmerksam. Mittlerweile habe ich einfach das Gefühl, mich könnte so eine Kamera ruhiger schlafen lassen. Ob das dann auch so ist, weiß ich noch nicht, aber ich werde es testen. Bestellt habe ich dafür das Babyfon Nuk Eco Control mit Kamera. Also falls ihr einen Testbericht wünscht, dann schreibt mir einfach einen Kommentar:)

11. Wippe 

Diese Anschaffung habe ich mir mit Absicht bis zum Schluss aufgehoben, damit ihr mich nicht vorher schon als Rabenmutter abstempelt und den Blog aus eurer Liste löscht. Es ist nämlich so, dass wir für die Erbse ein Kuschelnest von Fisher Price angeschafft haben (ebenfalls gebraucht). Eine dieser typischen elektrischen Wippen, die furchtbar ungesund für den Rücken sind. Das wissen wir. Und sie soll dort drin auch nicht ihre Babyjahre verbringen. Ich erinnere mich aber gut daran, dass ich mich bei Theo schwer nach so einer kleinen Alltagserleichterung gesehnt habe. Da er sich nie!!! ablegen ließ, konnte ich den ganzen Tag weder duschen noch eine Kleinigkeit essen (oder erstmal kochen). Nur in der Nonomo schlief er friedlich und jetzt kommt das dicke Minus: nur wenn diese in Bewegung war. Ich musste also daneben sitzen und schaukeln. Musste ich mal auf Toilette konnte ich mir zu 100 Prozent sicher sein, dass mich bei meiner Rückkehr kleine müde Kulleraugen erwarteten. Das Kind war wach. Eine Vorrichtung, die die Nonomo von alleine in Bewegung hält, hat noch niemand erfunden oder?? Denn sonst finde ich diese Federwiege wirklich toll. Nur eben nicht alltagstauglich. Also soll die kleine Maus mal 5 Minuten am Tag in die elektrische Wippe, damit Mama wenigstens etwas Körperpflege betreiben kann. Und wehe, sie mag das nicht!

So, das war also tatsächlich eine ziemlich lange Liste. Aber ich hatte euch ja vorgewarnt. Natürlich haben wir auch viele Dinge von Theo behalten, die uns damals schon sinnvoll erschienen. Sei es der Badeeimer, die Wärmelampe über dem Wickeltisch oder den Schaukelstuhl/Hüpfball. Und wenn man mal von diesen vielen Anschaffungen absieht, haben wir unsere Sache doch ziemlich gut gemacht beim Gurkenhals. Familienbett, viel getragen, BLW...all diese Sachen werden wir nicht verändern, höchstens an das Gemüt des Kindes anpassen. Und dann kann ja nur noch so ein wundervoller Zwerg dabei herauskommen. 

Kommentare:

  1. Ach schön. Deine Liste kann ich so definitiv unterstreichen und denke das du mit dem ein oder anderem Produkt eine enorme Erleichterung im Alltag haben wirst. Lustigerweise besaßen wir genau den gleichen Hochstuhl und haben ihn aus dem gleichen Grund gegen wieder den gleichen getauscht. Kurz und knapp, wir haben inzwischen auch den Tripp Trapp und sind super zufrieden. Und ich kann mich noch sehr gut an getrenntes Essen (Trennkost im wahrsten Sinne höhö^^) erinnern oder an einen dreckigen MaxiCosi inkl Kind auf dem Esstisch.
    Wippe besaßen wir ebenfalls und war für uns die ersten 3-4 Monate ein absolutes Must Have.
    Über eine Bewertung des Babyfons wäre ich sehr glücklich denn wenn ein Kamera Modell, dann wäre dieses das was ich mir auch kaufen würde.
    Ach ja am Ende denkt man bei Kind zwei weiss man eigentlich schon alles aber am Ende ist doch trotzdem wieder alles neu :-)

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  2. Wie recht du hast... es gibt hier auch viele Dinge, die ich mir für Nummer zwei noch gönnen würde. Bei uns ist es aber noch nicht so weit. Gerade bei Nummer 9, dem New Born Set unterschreibe ich mal ganz ganz dick. Überhaupt beim TrippTrapp... wir haben uns für einen anderen Hochstuhl entschieden, sind jetzt auch nicht unzufrieden, aber man merkt eben doch, dass es kein Tripp Trapp ist.

    Ich wünsche Dir schon mal alles Gute für die restliche Schwangerschaft!

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