Dienstag, 10. Februar 2015

Kita die Zweite

Erst einmal möchte ich mich bei euch für die vielen lieben Kommentare, das Verständnis und die Tipps zu meinem letzten Eintrag bedanken! Es hat mich wirklich berührt, wie viele sich da Gedanken um unsere aktuelle Situation gemacht haben und es tat auch einfach gut, sich mal den ganzen Mist von der Seele zu schreiben.

Bevor ich euch von den neusten Entwicklungen berichte, möchte ich auf ein paar eurer Anregungen und Fragen eingehen, bevor ich jeden Kommentar einzeln beantworte und so vielleicht etwas untergeht. 

Viele von euch konnten nicht verstehen, warum ich Theo nicht schon längst aus der Kita genommen habe und zu Hause betreue. Nun, wenn ich ehrlich bin, ist das derzeit einfach keine Option für mich. Ich stehe kurz vor der Entbindung, mein Körper zeigt mir klare Grenzen auf, jeder Spaziergang ist anstrengend und gerade wenn man dann ein Kleinkind hat, dass nicht mehr im Kinderwagen sitzen mag, sondern immer vorneweg rennt und auch gerne mal die Straße übersieht, dann ist jeder Gang anstrengend. Natürlich raffe ich mich trotzdem dazu auf, aber diese kleinen Pausen brauche ich eben auch. Nur zu Hause rum sitzen ist so gar nicht sein Ding, Theo braucht Bewegung und Action. Natürlich könnte ich mir jetzt diverse Aktivitäten überlegen, schwimmen, Kinderturnen usw. Leider sind solche Angebote hier extrem rar und über Monate hinweg ausgebucht. So einfach ist die Tagesgestaltung also nicht. Mit 19 Monaten ist er auch noch nicht in einem Alter, in dem er sich mit malen, basteln und solchen Dingen länger beschäftigen kann. Mütter mit anderen Kindern kennen wir einige, die gehen aber alle arbeiten und die Kinder alle in die Kita (das ist hier im Osten so üblich). Tja, und nach der Entbindung wird es auch nicht besser. Ich werde mit Sicherheit die ersten Tage oder Wochen, je nach Befinden, nicht wie ein Flitzebogen von Aktivität zu Aktivität mit ihm und dem Säugling hüpfen können. Mein Mann kann keine Elternzeit nehmen, wir wären also von Beginn an alleine und müssen zusehen, wie wir zurecht kommen. Der Alltag mit Baby besteht die ersten Wochen nur aus stillen, wickeln und kuscheln. Wie soll ich Theo da noch gerecht werden? Wir haben keine Familie in der Nähe, die mal etwas mit Theo unternehmen könnten. Ich bin quasi auf die Fremdbetreuung angewiesen. Ich hoffe ihr könnt das jetzt ein bisschen besser nachvollziehen.

Zu den Alternativen: Leihoma? Kannte ich gar nicht, gleich mal gegoogelt. Gibt es hier aber nicht. Private Einrichtungen? Ja, haben wir genau zwei Stück, Monatsbeitrag liegt bei 500 Euro für ein Kind unter 3 Jahren. Während der Elternzeit leider absolut nicht finanzierbar. Alle anderen Kitas sind entweder städtische Kitas oder freie Träger (Kirchen usw), werden aber alle über das Jugendamt verwaltet (dazu komme ich gleich noch), genauso wie die Tagesmütter. Spielgruppen auch über Monate hinweg ausgebucht und auch eher was für jüngere Kinder. Wie gesagt, bei uns ist es absolut üblich, dass Kinder ab einem Jahr in der Kita oder bei einer Tagesmutter betreut werden. Alles andere sind Exoten. Was hatten wir noch? Ach ja, Betriebskindergarten. Ist unserer ja leider schon...sonst hätten wir gar keinen Platz bekommen.

Jetzt noch mal ein paar Worte zur Kita an sich. Viele von euch meinten, es geht gar nicht, wie dort mit den Wünschen und Rechten der Eltern umgegangen wird. Da habt ihr auf jeden Fall recht. Es gibt zwar einen Elternrat, dieser wird aber nicht gewählt, das heißt jeder kann sich beteiligen, was wiederum bedeutet, dass er eigentlich gar nicht existiert. 90 Prozent aller Kinder in der Kita sind die Sprösslinge unserer hiesigen Universität. Man möchte meinen, dass gerade Akademiker ihren Mund aufmachen und für ihre Rechte kämpfen, aber irgendwie ist eher das Gegenteil der Fall. Dadurch, dass sie als Studenten sehr flexibel sind, werden die Kinder nur wenige Stunden betreut, manche Tage sogar gar nicht, wahrscheinlich fallen einem da die ganzen Missstände gar nicht erst auf. Viele sind auch ausländische Studenten und wahrscheinlich einfach froh, einen (kostenlos!) Betreuungsplatz zu haben, da hinterfragt man dann auch nicht so viel. Ich alleine kann also nicht wirklich etwas erreichen. Es ist sogar schon so weit, dass ich für die kleinen Dinge, die ich mich gewagt habe anzumerken, dort sehr in Ungnade gefallen bin...Es gibt sogar Erzieher, die mich nicht einmal mehr grüßen. Wie man solche Wünsche der Eltern, dass beispielsweise kein Töpfchentraining durchgeführt werden soll, einfach ignorieren kann, ist mir ein absolutes Rätsel. Aber das ist wohl einfach typisch Osten. Es wird seit Jahren so gemacht und nur weil eine Mutter jetzt daher kommt und streikt...naja...

Eins muss ich aber trotzdem noch mal anmerken. Die Kita ist nicht grundsätzlich schlecht. Fast alle Kinder gehen morgens ohne Probleme in die Räumlichkeiten, die übrigens sehr schön gestaltet sind. Es gibt viele neue Spielsachen, der Garten ist riesengroß und die Kinder kommen jeden Tag an die frische Luft. Das Essen wird vor Ort zubereitet, es gibt ein jährliches pädagogisches Konzept, an dem die Kinder mitarbeiten, es gibt eigentlich sogar ausreichend Erzieherinnen (laut Betreuungsschlüssel). Viele Eltern sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Einrichtung. Nur für uns passt es eben nicht. Vielleicht hat die Eingewöhnung nicht geklappt, vielleicht ist Theo zu sensibel für so eine große Gruppe, vielleicht klammern auch wir Eltern zu sehr? Ich kenne die Ursache nicht. Ich habe nur das Gefühl, dass uns ein Neustart gut tun würde. Es gibt jedenfalls keinen Grund, die Kita beim Jugendamt zu melden oder dergleichen. Es werden auch keine Kinder geschlagen oder schlimmeres (sowas gibt es ja).

So, nun mal zum aktuellen Stand. Ich hatte ja berichtet, dass mehrere Elterngespräche stattfanden. Im letzten Gespräch einigten wir uns darauf, dass ich Theo ab sofort wieder in den Raum begleite, ihm zum Spielen anleite und mich dann irgendwann aus dem Staub mache. Das probierten wir dann letzte Woche aus. Den ersten Tag klammerte er noch sehr an mir, aber es wurde von Tag zu Tag besser. Wir hatten das Glück, dass "unsere" Erzieherin in dieser Woche Frühdienst hatte, die einzige, mit der sowohl ich als auch Theo gut klar kommen. Sie half mir total Theo in ein Spiel zu vertiefen, so dass ich mich am dritten Tag bereits nach 5 Minuten unbemerkt davon machen konnte. Ja ich weiß, eigentlich nicht die beste Lösung, man soll sich ja verabschieden usw. Aber für Theo scheint es so besser zu funktionieren, als ein langer Abschied. Denn wenn ich ihm sage, dass Mama jetzt geht, wird sofort wieder panisch geklammert. Bis Ende der Woche lief das dann wirklich super und ich hatte ein gutes Gefühl beim Verlassen der Kita. Er weinte definitiv nicht (ich wartete immer eine Weile im Foyer), suchte mich wohl immer kurz aber spielte dann weiter. Ich war gespannt auf die nächste Woche, aber Montag folgte dann die Ernüchterung. Ausgerechnet die Erzieherin, mit der ich persönlich auf Kriegsfuß stehe, hatte Schicht und begrüßte uns direkt mit den Worten "Heute gehen sie aber das letzte mal mit, ab morgen probieren wir es dann wieder alleine". Ich hätte sofort los heulen können und erklärte ihr auch meine Bedenken. Ich weiß einfach, dass Theo noch nicht so weit ist und hätte dieses System gerne noch eine Weile fortgeführt. Aber da war kein Weg drin. Es könnte ja nicht ewig so weiter gehen und bla. Ich habe eher das Gefühl, die Damen fühlen sich dann beobachtet und genötigt, sich auch mal mit den Kindern zu beschäftigen.

Jedenfalls war es dann heute soweit, ich zog Theo aus und übergab ihn an der Tür der Erzieherin. Sofort ging die Sirene an, panisches Gebrüll. Als sie ihn auf dem Boden absetzte kam er sofort wieder zu mir und klammerte sich an mich. Also doch wieder mit in den Raum aber dieser kleine Moment hatte schon ausgereicht, um die Arbeit der ganzen letzten Woche zu zerstören. Er hatte panische Angst, dass ich ihn alleine lasse, ließ sich von nichts mehr ablenken und hielt die ganze Zeit meine Hand. Ich kam mir so idiotisch vor. Und auch die Erzieherin machte keinerlei Bemühungen, ihn in ein Spiel zu verwickeln. Bis dann wieder "unsere" Erzieherin eintraf und sich Theo annahm. Sie fing an mit ihm zu malen und nach einer Weile schlich ich mich davon. Leider nicht unbemerkt und so wurde wieder geweint. Ganz toll.

Heute hatte ich dann den Termin beim Jugendamt. Hier werden grundsätzlich alle Plätze über das Jugendamt vergeben, egal ob Tagesmutter oder kirchlicher/freier Kindergarten. Daher ist dies auch die erste Anlaufstelle. Die Bearbeiterin war wirklich super nett und hatte viel Verständnis. Leider sind in der ganzen Stadt aktuell nur 2 Plätze frei, beides Tagesmütter, die Kitas sind komplett dicht!! Selbst zum neuen Schuljahr, dass ja auch immerhin noch über ein halbes Jahr hin wäre, kann sie mir wenig Hoffnung machen. Ab 3 Jahre wird es dann leichter einen Platz zu bekommen. Eine der beiden Tagesmütter fiel schon heraus, sie liegt am anderen Ende der Stadt, was einen Fahrtweg von über 30 Minuten bedeuten würde. Für uns mit nur einem Auto und bald noch einem Säugling absolut nicht machbar. Die zweite Tagesmutter liegt nicht ganz so weit weg, hat aber leider schon eine interessierte Mutter, die natürlich den Platz zuerst bekommen würde. Heute Nachmittag will diese sich wohl entscheiden und dann bekomme ich einen Anruf. Viel Hoffnung habe ich aber nicht. Bisher haben wohl alle Mütter direkt zugesagt, so die Aussage der Tagesmutter.

Ihr seht also, es ist verzwickt. Aktuell ist Theo daher auch "Mittagskind", direkt nach dem Mittagsschlaf hole ich ihn ab, so ist er wenigstens am Vormittag beschäftigt und an der frischen Luft. Wenn ich ihn dann hole, ist er auch immer fröhlich und kommt freudig auf mich zu gerannt. Es ist also schon so wie die Erzieherinnen sagen, wenn er am morgen seine Phase überwunden hat, spielt er ganz normal mit den anderen Kindern. Dennoch bleibt mein ungutes Gefühl, wenn es irgendwie möglich wäre, würde ich wechseln. Der Antrag zum Wechsel im Sommer geht auf jeden Fall raus, vielleicht klappt es dann wenigstens...

Kommentare:

  1. Ach Mensch das ist ja eine blöde Situation bei euch da drüben im Osten des Ostens ^^ Ich kann deine Situation vollkommen nachvollziehen da wir sie ja identisch durchlebt haben. Man muss sein Kind in Betreuung geben da es einfach keine Option ist es zu Hause zu betreuen, hat aber dabei so ein schlechtes Gewissen das man nur heulen könnte. Wir haben uns letztendlich dann dafür entschieden Ella erstmal wieder aus der Kita raus zu nehmen. Bei uns ging das aber auch, in deiner Situation würde ich es nicht tun. Die Frage ist halt, ist es für Theo eigentlich so schlimm dort? Klar , er klammert und weint beim abgeben aber hast du nicht die Hoffnung das verwächst sich irgendwann einfach wenn er älter wird und versteht du kommst wieder?

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    1. Hallo Josi,

      diese Frage stelle ich mir oft aber da ich bisher keine Kameras in der Kita installieren konnte, muss ich mich auf die Aussagen der Erzieherinnen verlassen...Und laut diesen, geht es ihm nach dem Abschiedsschmerz wieder gut und er spielt und beschäftigt sich genauso wie die anderen Kinder. Eine schwierige Situation...

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  2. Liebe Frau Gurkenhals.
    ich war gestern ganz geschockt über deinen Bericht. ich hätte theo wahrscheinlich auch gleich rausgenommen, aber meine Situation ist auch eine andere, da wir beide Studenten sind und mein Mann auch oft daheim ist....
    ich betreue meinen 19 Monate alten Sohn daheim und wir fahren damit sehr gut. auch er ist ein kleiner Wirbelwind, aber langweilig ist ihm kaum. allerdings hätte ich mir das hochschwanger allein mit dem damals 13/14 Monate alten Kind nicht vorstellen können, nach ca 6 Wochebn als zweifachmama war es kein Problem mehr.
    wo im Osten bist du denn?
    Hier (Leipzig) sind wirklich viele kiddies ab 1 in der kita, aber man findet schon irgendwie die muttis, die auch Zuhause bleiben.
    LG und viel Glück, dass ihr vor Geburt der kleinen eine Lösung findet!

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    1. Hallo meine Liebe,

      danke für deinen Kommentar. Ich habe unten bei anonym schon meine Gedanken dazu aufgeschrieben. Gerade die ersten Tage nach der Geburt traue ich mir eine Betreuung von einem Kleinkind und einem Säugling gleichzeitig einfach nicht zu. Wenn ich da an die ersten Tage nach Theos Geburt denke...da war jedes Aufstehen schon eine Herausforderung. Und so ein großes Kind möchte essen, ist schwerer zu wickeln und möchte natürlich beschäftigt werden usw. Mir fehlt einfach die Unterstützung. Meine Familie wohnt weit weg, Freunde haben wir nur berufstätige, mich kann also absolut niemand unterstützen. Wie es dann aussieht, wenn die Verletzungen verheilt sind und ich wieder fit bin, steht auf einem ganz anderen Blatt. Nur bis dahin bin ich eben 11h täglich mit den Kindern allein, da mein Mann von 7 bis 18 Uhr aus dem Haus ist.

      Mir fällt diese Entscheidung mit Sicherheit nicht leicht, aber mittlerweile glaube ich, dass Theo zumindest die ersten Wochen in der Kita besser aufgehoben ist als bei mir zu Hause. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Erzieherinnen mich nicht anlügen und er wirklich den Rest des Tages fröhlich spielt!

      LG

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  3. Sei mir nicht böse (vermutlich wird auch dieser Kommentar wieder nicht veröffentlicht!), aber für mich sind das Ausreden! Du bist zuhause und hättest die Möglichkeit ihn selbst zu betreuen! Du bist unglücklich mit der Kita, dann lass ihn zuhause!

    Du bist nicht die erst Frau, die ein zweites Kind erwartet und auch noch ein quirliges Kleinkind zu betreuen hat! That´s life...

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    1. Hallo Anonym!

      Erst mal ein dickes sorry, so wie ich es verstehe hast du schon einmal kommentiert und der Kommentar wurde nicht freigeschaltet? Ich schalte grundsätzlich alle Kommentare frei (außer sie sind beleidigend oder anstößig) und wenn deiner nicht dabei war, dann ist er bei mir nicht angekommen. Das tut mir leid!

      Nun zu deinem Kommentar: Ich finde es schade, dass du so wenig Verständnis aufbringst, aber natürlich kann sich jeder seine eigene Meinung zu dem Thema bilden:) Ich finde nichts verwerfliches daran, dass ich meinen Sohn ungern in den ersten Wochen mit Baby vernachlässigen möchte und mir einfach wünsche, dass er in dieser Anfangszeit trotzdem ausgelastet und beschäftigt ist. Es wäre nicht fair ihm gegenüber, dass er sein Dasein zu Hause fristen muss und eventuell diesen Frust auf seine Schwester projiziert. Da ich keine Familie in der Nähe habe, mein Mann keine Elternzeit hat und auch sonst alle Freunde berufstätig sind, wäre nämlich genau das die Situation. Ich habe schon mal ein Kind bekommen und weiß, wie es einem gerade die ersten Tage danach geht. Es ist schon eine Herausforderung, sich in diesem "Zustand" um einen Säugling zu kümmern. Da braucht man gerade für das große Kind jede Hilfe, die ich leider nicht habe. Das fängt bei den Mahlzeiten an und hört beim Toben auf. Eventuell haben diese Frauen, von denen du sprichst, den notwendigen Rückhalt in der Familie. Ansonsten ziehe ich meinen Hut vor ihnen;)

      Für mich hat das jedenfalls nichts mit Ausreden zu tun, sondern ich wäge ab. Ich möchte das beste für beide Kinder, natürlich nicht um jeden Preis, aber wie ich bereits oben schrieb, ist er bis auf den Abschiedsschmerz den Rest des Tages in der Kita gut drauf und spielt und beschäftigt sich. Wie es dann ein paar Wochen nach der Geburt aussieht, wenn ich mich erholt habe, werden wir sehen. Denn da traue ich mir durchaus zu, 2 Kinder zu betreuen, denn das schaffen ja nun wirklich auch andere Frauen;) Mir geht es lediglich um die Zeit kurz vor und nach der Geburt.

      Ich hoffe du verstehst meine Überlegungen jetzt ein klein wenig besser.

      LG

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    2. Fräulein Küsschen12. Februar 2015 um 16:54

      Hey "Anonym",

      ich wüsste gerne, ob du selbst 2 kleine Kinder hast, damit du diese Situation nachvollziehen kannst. Ich hab nur eins zuhause und kann Frau Gurkenhals absolut nachvollziehen. Ich konnte mich nach der Geburt meiner Tochter mehrere Wochen lang so gut wie gar nicht bewegen. Man kann nie vorhersehen wie eine Geburt verläuft und wie es einem hinterher geht. Vielleicht ist alles gut, vielleicht aber auch nicht. Was wenn dieser Fall eintritt? Sie hat wirklich Niemanden, der ihr täglich Rückhalt bieten kann. Ich wöllte das meinem größeren Kind auch nicht zumuten.
      Ganz davon abgesehen, dass ich generell kein Freund von zu hause betreuen bin. Ein Kind braucht soziale Kontakte in seinem Alter, das kann eine Mutter einfach nicht zuhause bieten. Es muss lernen zu teilen, aber auch sich durchzusetzen. Es sollte täglich raus an die frische Luft und seinen Spieldrang voll ausleben können. Das kann eine frische Mami allein einfach nicht gewährleisten, finde ich. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das zu schaffen ist. Auch ich ziehe den Hut vor allen, die das hinbekommen. Aber solange Frau Gurkenhals der Meinung ist den Bedürfnissen ihres Sohnes nicht gerecht werden zu können, ist die Kita-Betreuung nunmal ein Muss.
      Ich halte nichts von Betreuungsgeld einstreichen und das Kind zuhause sich selbst überlassen. (Ganz allgemein gesagt)

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  4. Liebe Anonym...

    puh... so unterschiedlich sind wir Mamas :) Mir geht es zum Beispiel eher wie Frau Gurkenhals. Und ich bin nicht mal schwanger Oo... ich finde es einfach wahnsinnig anstrengend mein Kind den ganzen Tag allein zu beschäftigen wenn der Papa abends erst gegen 19.00 Uhr nach hause kommt und man bis dahin kaum oder gar keine Unterstützung und vor allem Abwechslung hat. Ja, es bringt mich an meine Grenzen.. und irgendwann ist auch der tollste Spielplatz für das Kind langweilig. Wiederum kenne ich Mamas denen das rein gar nichts ausmacht und die ihr Kind am liebsten bis zur Schule allein zu Hause betreuen würde. Jeder ist anders.. jeder schafft Dinge anders. Nach der Kita hole ich bei uns ein völlig entspanntes und glückliches Kind ab... sie freut sich und strahlt über beide Ohren wenn sie ihr Gruppenfoto aus der Kita sieht. Sie ist glücklich dort. Gut, wir haben natürlich bessere Vorraussetzungen, dennoch... ich möchte vor allem den sozialen Umgang und die Abwechslung für mein Kind nicht missen!

    In diesem Sinne... jede Mama ist anders. Das sollten wir einfach versuchen zu akzeptieren.

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